
Hirntumoren zählen zu den komplexesten neurologischen Erkrankungen und stellen Betroffene wie Angehörige vor große Herausforderungen. Über moderne Möglichkeiten der Diagnostik und Therapie informiert Dr. med. Denise Türschmann, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie, am Mittwoch, dem 1. Juli 2026, um 17.00 Uhr. Interessierte und Betroffene sind herzlich zu dem etwa einstündigen Vortrag im Veranstaltungsraum Haus 6 des HBK Zwickau | Standort Karl-Keil-Straße eingeladen.
Hirntumoren sind Veränderungen des Gehirngewebes, die, je nach Lokalisation und Wachstum, sehr unterschiedliche Beschwerden hervorrufen können. Dabei kann es sich sowohl um gutartige als auch um bösartige Tumoren handeln. Zudem wird zwischen Tumoren, die direkt im Gehirn entstehen, und sogenannten Hirnmetastasen (Tochtergeschwülsten anderer Krebserkrankungen, die sich im Gehirn absiedeln) unterschieden. Welche Symptome auftreten, hängt vor allem davon ab, welche Hirnregion betroffen ist. Mögliche Anzeichen sind unter anderem anhaltende Kopfschmerzen, Sehstörungen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, neu auftretende Krampfanfälle sowie Veränderungen der Konzentrationsfähigkeit oder Persönlichkeit. Da die Beschwerden häufig zunächst unspezifisch sind, bleibt die Erkrankung mitunter längere Zeit unentdeckt.
„Die Lage des Hirntumors ist für die Wahl der Therapie entscheidend“, erklärt Dr. med. Denise Türschmann, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie. „Tumoren in gut zugänglichen Hirnregionen können häufig operativ entfernt werden. Dies bietet in vielen Fällen die besten Heilungschancen. Befindet sich der Tumor jedoch in tiefer gelegenen oder besonders sensiblen Bereichen wie dem Hirnstamm, sind operative Eingriffe oft mit hohen Risiken verbunden. Denn in diesen Hirnregionen werden lebenswichtige Funktionen gesteuert. Tumoren in funktionell wichtigen Hirnregionen – etwa für Sprache, Bewegung oder Atmung – stellen besondere Herausforderungen dar. Eine vollständige operative Entfernung ist häufig nur eingeschränkt möglich. In solchen Fällen kommen in der Regel andere Therapieverfahren wie Strahlentherapie oder Chemotherapie zum Einsatz, um das Tumorwachstum zu kontrollieren oder zu verlangsamen.“
Im Rahmen des etwa einstündigen Vortrags gibt die Fachärztin für Neurochirurgie einen Überblick über moderne Verfahren der Diagnostik und Therapie. Zudem erläutert die Medizinerin, welche individuell abgestimmten Behandlungsmöglichkeiten heute zur Verfügung stehen. Darüber hinaus stehen die Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (KISS) Zwickau sowie Vertreter der Deutschen Hirntumorhilfe für Gespräche und weiterführende Informationen zur Verfügung. Während der Veranstaltung gibt es die Möglichkeit zum Austausch und für Fragen.
Der Patientenvortrag im Überblick
Titel: Diagnose Hirntumor – moderne Ansätze in Diagnostik und Therapie
Datum: Mittwoch, 1. Juli 2026 | 17.00 bis ca. 18.00 Uhr
Referent: Dr. med. Denise Türschmann, Oberärztin der Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie
Ort: Heinrich-Braun-Klinikum | Karl-Keil-Straße 35 | 08060 Zwickau | Haus 6 | Veranstaltungsraum (EG)
Zur Vortragsreihe: Die Vortragsreihe des Heinrich-Braun-Klinikums „Medizinische Fachvorträge für die Öffentlichkeit“ bietet regelmäßig allgemeine Informationen zu unterschiedlichen medizinischen Themen. Gern nehmen sich die Referenten Zeit, um individuell auf Fragen einzugehen. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei und eine Anmeldung nicht erforderlich. Nachfragen zur Veranstaltung können telefonisch unter 0375 51-2470 gestellt werden.
Vanessa Müller, Unternehmenskommunikation / Social Media, HBK Verwaltung und Bildung gemeinnützige GmbH, Foto: Porträt Oberärztin Denise Türschmann, HBK/Laura Kruckenmayer“.
